Vergaser Synchroneinstellung

Wie mache ich was? Jetzt helfe ich mir selbst.

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Phoenix
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Vergaser Synchroneinstellung

Beitrag von Phoenix » Di 15. Aug 2006, 21:17

Naja, mit den Webervergasern das ist verdammt lange her. Deine Beschreibung ist aber gut, doch sollte man das gefühl für Motorlauf und Vergaserschrauben nicht unterschätzen. Wer das noch nie gemacht hat, sollte sich doch jemanden dazu holen der sich auskennt.BMW und Guzzi mit ihren zwei Vergasen stellt man aber besser nach Gehör und Gefühl ein...Gruß WIlly

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oldsbastel
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Beitrag von oldsbastel » Di 15. Aug 2006, 21:20

Zitat:Original erstellt von Phoenix am/um 15.08.2006 21:17:33Deine Beschreibung ist aber gut, doch sollte man das gefühl für Motorlauf und Vergaserschrauben nicht unterschätzen. Na ja, dass das als Grundvoraussetzung vorhanden ist, nehme ich mal an.

Knaudel
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Beitrag von Knaudel » Di 15. Aug 2006, 22:00

Hallo,wir reden doch hier über einen V12 mit 4 Vergasern, oder?Die Motorradsynchrontester funktionieren nur bei einem Vergaser je Zylinder! Unterdruckanschlüsse könnte man zur not nachrüsten...aber 3 Zylinder mit einem Unterdruckanschluß? (Könnte theoretisch funktionieren, aber in der Praxis glaube ich nicht!)Solche Vergaseranlagen werden mit Unterdruckmessern an der Stelle des Luftfilteranschlusses eingestellt!Übrigens: Bei Motorradvergasern erfolgt Einstellung im Leerlauf, aber bei langsamem Beschleunigen wird das Verhalten des Unterdrucks auch nochmal verfolgt!Gruß Knaudel

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Phoenix
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Beitrag von Phoenix » Di 15. Aug 2006, 23:17

Zitat:Original erstellt von Knaudel am/um 15.08.2006 22:00:57Hallo,Übrigens: Bei Motorradvergasern erfolgt Einstellung im Leerlauf, aber bei langsamem Beschleunigen wird das Verhalten des Unterdrucks auch nochmal verfolgt!Gruß KnaudelWozu? Die müssen im Leerlauf gleichmäßig stehen und synchron öffnen....dann ist das gut.Jedenfalls war es in meinen Jahren auf Motorrädern immer gut, sogar bei der 6 Zylinder CBX.Gruß Willy

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Beitrag von oldsbastel » Mi 16. Aug 2006, 09:10

Zitat:Original erstellt von Knaudel am/um 15.08.2006 22:00:57Unterdruckanschlüsse könnte man zur not nachrüsten...aber 3 Zylinder mit einem Unterdruckanschluß? (Könnte theoretisch funktionieren, aber in der Praxis glaube ich nicht!)Solche Vergaseranlagen werden mit Unterdruckmessern an der Stelle des Luftfilteranschlusses eingestellt!Wo ist da jetzt der Unterschied? Wenn ich am Luftfilteranschluss messe, dann habe ich auch ein Manometer für 3 Zylinder. Das dürfte wohl eher eine Frage des besseren Arbeitens sein.Ansonsten wird das Verhalten der Manometer noch durch Gas geben im Stand verfolgt, aber das damit gefahren wird habe ich noch nie erlebt. Ich kenne das auch aus keiner Anleitung für einen Synchrontester. Auch dort ist nur vom Standgas die Rede. Notwendig ist es auch nicht. Wenn die Vergaser im Stand synchron laufen, dann müssen sie auch bei höheren Drehzahlen synchron laufen - vorausgesetzt, die Membranen und Schieber sind in Ordnung. Das siehst du aber auch durch einfaches Gas geben im Stand. Im Übrigen wäre auch die Probefahrt mit Tester in der einen Hand, Kupplung in der zweiten Hand und Gasgriff in der dritten Hand aus Gründen des bewusst in Kauf genommenen Unfallrisikos strafrechtlich bedenklich.

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Beitrag von Gordini » Mi 16. Aug 2006, 10:52

Hallo, Oldsbastel hat recht!! Natürlich werden Vergaser nur im Stand synchronisiert. Oder verwechseln die "Spezialisten" hier das synchronisieren mit dem einstellen. Es wird hier so darüber gesprochen, als ob das synchronisieren oder das einstellen von Mehrfachvergasern ein "Klacks" wäre, wie Reifen aufpumpen oder so! Was macht Ihr, wenn eine Drosselklappenwelle verzogen ist und das Ding sich an einem Ansaugtrakt nicht einstellen lässt, wer kommt auf den Trichter und reduziert die Luftzufuhr in dem betroffenen Ansaugtrakt, indem er den Trichter mit der Hand abdeckt!! Erst muss man überhaupt wissen wie ein Vergaser funktioniert um ihn einstellen zu können.Leute!!!??Christoph

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Beitrag von Woolfi » Mi 16. Aug 2006, 11:50

Die 4 Stromberg-Gleichdruckvergaser an meinem Jaguar E mit V12-Motor bei Standgas einstellen ist relativ einfach und so zu machen, wie weiter oben von oldsbastel genau beschrieben. ABER:Die Einstellung bei Standgas erfolgt mittels der Standgasschrauben bei gelösten Vergasergestängen. Nach erfolgter "Gleich-Stellung" = Synchronisation schraubt man die Verbindungen zwischen den Vergasern wieder zusammen. Die Gelichstellung bei Standgas bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass die Vergaserkolben bei 3500 U/min und 70% der Vollast alle 4 gleich hoch in den Vergaser stehen. Die Ungleichheit kann durch verschiedenen Faktoren verursacht werden.1. Kolbenfedern mit (leicht) ungleichen Federraten.2. Unterschiedlichem Kolbenspiel der Vergaserkolben. 3. Vergasergestänge die nicht 100 "gleich-mäßig" die Vergaserklappen öffnen. Sie können "ausgnudelt" oder nicht 100%tig gleich justiert sein. Sichtprüfung im Stand bei angehobener Drehzahl ist schwierig, weil 2 Vergaser links sind und zwei rechts. Grundsätzlich sind bei allen Tests dieser Art geringe Unterschiede schlecht zu sehen. Aus diesem grund habe ich eingangs dieser Diskussion die Frage gestellt, wie man solche 4 Unterrdruckuhren anschließen muß, um im Falle einer Unsynchronisation bei Last diesen Mangel leicht und sicher erkennen zu können. bei 700/Umin Standgas kann ich momentan eine 50mm lange M6 Schraube mit der Spitze (!) auf den Motor stellen, ohne dass sie umkippt. Allerdings ist mir bei einer Probefahrt mit einem angschlossenen CO-Tester aufgefallen, dass im Lastbereich knapp oberhalb von Standgas, der CO- und der HC-Wert deutlich höher als bei Standgas sind. Ich vermute, dass das auch von einer Unsynchronisation der Vergaser-klappen bei 5% Vollast kommen könnte. Im Niedriglastbereich haben sehr geringe Änderung der Klappenstellung deutliche Auswirkungen auf den Luftdurchsatz im Vergaser. Wenn drei Klappen öffnen und die vierte leicht "hinterherhinkt", würde das Gemisch bei diesem Vergaser abmagern und Zündaussetzer verursachen. Genug theoretisiert: ich werde in Bälde eine Probefahrt mit 4 and den Krümmern angeschlossenen Unterdruckuhren machen und berichten.MfG Wolfgang Gatza

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Beitrag von oldsbastel » Mi 16. Aug 2006, 12:41

Zitat:Original erstellt von Woolfi am/um 16.08.2006 11:50:27 Die Ungleichheit kann durch verschiedenen Faktoren verursacht werden.1. Kolbenfedern mit (leicht) ungleichen Federraten.2. Unterschiedlichem Kolbenspiel der Vergaserkolben. 3. Vergasergestänge die nicht 100 "gleich-mäßig" die Vergaserklappen öffnen. Sie können "ausgnudelt" oder nicht 100%tig gleich justiert sein. Da scheint mir dann aber die Vorgehensweise nicht ganz richtig. An erster Stelle müsste eigentlich die Vergaserüberholung stehen, wenn sie sich nicht vernünftig einstellen/synchronisieren lassen.Ich weiß, was das kostet ... Ich habe in den letzten 2 Jahren 16 Vergaser komplett überholt ...

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Vergaser Synchroneinstellung

Beitrag von Dannoso » Mi 16. Aug 2006, 14:49

Hallo,schein ja tierisch "schwierig" zu sein Stombergvergaser zu synchonisieren? Waaauuu, oder ist das nur bei einem JAGUAR so schwierig? Kicher...Bei MG, Triumph oder anderen Engländern mit SU oder Stromberg ist es ganz leicht.1). Man benötigt ein Stückchen Schlauch, 2.) man schraubt die Luftfilter ab,3.) man startet den Motor4.) führe den Schlauch zum Luftansaugstutzer einerseits, andererseits an das geneigte Schrauberohr5.) man vergleicht im Stand das Ansauggeräusch6.) bei unterschiedlichen Geräuschen pro Ansaugstutzen stellt man das Vergasergestänge entsprechend nach7.) sind alle Geräusche gleich - Fertig.Diese Methode ist sicher nicht die "teuerste", aber in etlichen original Handbüchern aus der Zeit wird es so beschrieben. Kann also so falsch nicht sein, oder?Natürlich sind so billige Methoden nicht beruhigend für die Seele des Oldie Liebhabers. Etwas mehr muß es schon kosten und so schön Chromsimmernde Instrument vrmitteln doch viiiiel mehr Vertrauen als so ein Stück popligern Schlauchs.Ja, ja, früher war alles anders

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oldsbastel
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Beitrag von oldsbastel » Mi 16. Aug 2006, 14:56

Zitat:Original erstellt von Dannoso am/um 16.08.2006 14:49:16Natürlich sind so billige Methoden nicht beruhigend für die Seele des Oldie Liebhabers. Etwas mehr muß es schon kosten und so schön Chromsimmernde Instrument vrmitteln doch viiiiel mehr Vertrauen als so ein Stück popligern Schlauchs.Die Methode funktioniert besonders gut bei Lärmschwerhörigkeit im mittleren Frequenzbereich. Dann war es also doch überflüssig, dass sich die Menschheit mit dem Thema Messtechnik beschäftigt hat. Ich ahnte es schon ...

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